Autoritäre Geschlechterpolitik - online
Der Vortrag behandelt das Verhältnis von Geschlechterverhältnissen und Demokratie: Autoritäre und autokratische Regime untergraben Geschlechtergerechtigkeit, wie sie für demokratische Gesellschaften wesentlich ist, indem sie queere Lebensweisen delegitimieren, eine vermeintlich natürliche Geschlechterordnung verfestigen und damit demokratische Errungenschaften unterlaufen. Aktuelle Beispiele aus Ungarn, den USA oder Deutschland zeigen, dass antifeministische Strömungen und Angriffe auf queere Menschen nicht nur verfassungsgemäße Grundrechte verletzen, sondern ein zentrales Instrument zur Normalisierung autoritärer Politik darstellen. Studiendaten bestätigen, dass antifeministische und transfeindliche Einstellungen vor allem im rechten politischen Spektrum verbreitet sind und die Demokratie von innen gefährden.
Franziska Martinsen ist Professorin für Politische Theorie und derzeit Geschäftsführende Direktorin am Institut für Politikwissenschaft der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät, Universität Duisburg-Essen. Zudem ist sie dort Vorstandsvorsitzende des fakultätsübergreifenden Forschungszentrums Centre for Global Cooperation. Sie hat zu vielfältigen Themenstellungen der Radikalen Demokratietheorie, zur kritischen Erweiterung des Menschenrechtsdenkens, zur feministischen Politischen Theorie und zur politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung publiziert.
Den Link zur Konferenz erhalten Sie nach der Anmeldung per E-Mail einige Tage vor der online-Veranstaltung zugeschickt.
Status: Plätze frei
Kursnr.: 26FH102105
Beginn: Mo., 22.06.2026, 19:00 - 20:30 Uhr
Termine: 1x
Kursort: KVHS Regionalstelle, virtueller Raum
Gebühr: 0,00 €
| Datum | Uhrzeit | Ort |
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Datum:
22.06.2026
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Uhrzeit:
19:00 - 20:30 Uhr
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Wo:
KVHS Regionalstelle, virtueller Raum
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